St. PetersburgFreizeit & AusfluegeMuseum und Ausstellung

Eines der gleichzeitig liebevollsten und skurilsten Museen, die ich bisher in dieser an Museen doch recht reichen Stadt gesehen habe. Es beginnt schon damit, dass man an diesem Museum fast vorbeiläuft, da es sich in einer der unzähligen nicht mehr religiös genutzten Kirchen befindet. Und das ist auch schon das nächste Problem. Diese Kirche ist einfach nicht groß genug für ein Museum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die russischen / sowjetischen Arkts- und Antarktisexpeditionen von 1820 bis ins 21. Jahrtausend darzustellen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Sanitäreinrichtungen jeder Beschreibung spotten!
Man sieht dem Museum aber an, dass die zuständigen Personen es mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet haben. Hier sind nachgebaute polare Forschungsstationen der Frühzeit ebenso zu bewundern wie ein ausgestopfter Eisbär (extrem beeindruckend und der Hit aller russischen Schulklassen) und das in Russland legendäre kleine Rettungsflugzeug mit der 1934 die Besatzung der „Chelyuskin“ gerettet wurde, hängt auch im Original von der Decke. Ein Raum im Erdgeschoss beschäftigt sich mit der polaren Flora und Fauna, ein anderer zeigt die Entwicklung der Polarbekleidung in den letzten 250 Jahren – alles sehr interessant, aber mal wieder nur auf russisch erklärt.
Trotzdem ist und bleibt dieses Museum ein echter Geheimtip für alle, die sonst schon fast alles in St. Petersburg gesehen haben.

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