St. PetersburgFreizeit & AusfluegeMuseum und Ausstellung

Dieses auch schon von außen absolut sehenswerte Museum ist erst seit 1934 selbstständig. In den Jahrzehnten davor war es Teil des direkt nebenan liegenden „Russischen Museums“. Allein der Eintritt ist schon bombastisch. Zuerst steht man in einer riesigen wunderschönen Eingangshalle und hat den Blick nach vorn auf einen grandiosen 1000m² großen Marmorsaal gerichtet. Aber erst einmal geht es rechter Hand zu den Kassen und evtl. auch in den Keller zu Garderobe und WC.
Mit über 250.000 Exponaten ist es das größte Museum seiner Art in ganz Russland. Das Museum zeigt anhand von Gebrauchsgegenständen, Werkzeug, Spielzeug, Kunsthandwerk, Kleidung und Schmuck die Geschichte, Lebensweise und Kunst der einzelnen Völker und Volksgruppen, die auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion leben – immerhin über 150!
Der rechte Flügel des Erdgeschosses ist den Russen, Ukrainern, Moldawiern und Weißrussen gewidmet, der linke Flügel den Russen sowie den „Bewohnern der nordwestlichen Region“ – also den baltischen Völkern.
Im Obergeschoss findet man die asiatischen Völker, zu denen interessanterweise neben den Zentralasiaten (Turkmenen, Usbeken etc.), Sibirern und Kasachen auch die Kaukasier und die Bewohner von Ural und Wolga gezählt werden.
An und für sich ein äußerst interessantes und lehrreiches Museum – zumindest für alle, die russisch sprechen bzw. wenigstens lesen können. Denn das ganz große Manko dieses Museums ist die geringe und fast ausschliesslich auf russisch existierende Beschilderung. Die meisten Exponate sprechen schon ganz klar für sich – trotzdem wäre die eine oder andere fremdsprachliche Hinweistafel ein echter Gewinn!

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