Wer in den Urlaub fährt, sei es nun regelmäßig oder doch eher selten, stellt sich früher oder später die Frage, wie er im Urlaubsland ins Internet kommt. Je länger der Urlaub dauert, desto größer das Verlangen, die Emails zu checken, Fotos zu verschicken oder den Kontostand zu überprüfen.

Dabei gibt es zwei Wege, ins Internet zu kommen:

* über WLAN

Egal, ob man jetzt auf einem Campingplatz, in einem Ferienhaus, einer Jugendherberge oder einem Hotel übernachtet – WLAN-Netze sind weit verbreitet und die Chance, dass man eines vorfindet, ist relativ hoch. Es gibt mehrere Varianten:

– das Netzwerk ist ganz offen. Einfach in der Liste einen Doppelklick machen, eventuell die Warnung ignorieren, dass es sich um ein ungeschützes Netzwerk handelt und man ist im Internet.

– das Netzwerk ist offen, man wird beim Aufruf der ersten Internetseite aber auf die Begrüßungsseite des Anschlußinhabers umgeleitet, auf der man erst einen Zahlencode eingeben muss. Diesen gibt es an der Rezeption.

– das Netzwerk ist verschlüsselt, das Kennwort wird regelmäßig geändert und ist ebenfalls an der Rezeption zu erfragen.Meistens wird für die WLAN-Nutzung eine Tages- oder Wochengebühr verlangt. Es empfiehlt sich, diese vorher zu erfragen.

Viele Geschäfte bieten ebenfalls WLAN Hotspots für Ihre Kunden an. So kann man bei McDonalds, Starbucks und vielen Cafés ebenfalls für die Dauer des Aufenthalts kostenlos surfen. Manchmal ist dafür eine kostenlose Registrierung notwendig oder das Angebot ist beschränkt, z.B. auf eine Stunde pro Tag.
Ich möchte hier noch erwähnen, dass der Gebrauch von öffentlichen WLAN-Netzen ein extremes Sicherheitsrisiko darstellt. Ist das Emailprogramm nicht auf SSL Verschlüsselung eingestellt, oder werden Seiten wie Facebook oder Twitter ohne https aufgerufen, kann jeder andere Gast das Passwort im Klartext mitlesen. Welche Folgen sich daraus ergeben können, überlasse ich der Fantasie des Lesers.

* über Mobilfunknetze (GPRS/EDGE/UMTS/3G/HSDPA)

Dieser Weg bietet größtmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit. Man kauft sich eine Prepaid Simkarte (liegt zwischen 5 und 15 Euro), lädt sie im Zielland auf und kann dann von überall ins Internet. Dabei ist es egal, ob man diese Simkarte in einen Surfstick oder ein internetfähiges Mobiltelefon steckt (gibt es überhaupt noch welche ohne?).

Der Vorteil ist klar:

– unabhängiges Internet, fast überall, nicht nur abends im Zimmer

– Smartphonefunktionen auch unterwegs

– eine einheimische Telefonnummer, unter der man für Geschäfte, Restaurants usw. erreichbar ist

– teure Roamingkosten mit der deutschen Simkarte entfallen

– die deutsche Simkarte ist nicht erreichbar, man kann den Urlaub genießen.

 

Die gekaufte Simkarte kann man auf drei Arten nutzen:

– neuere Netbooks haben oft ein eingebautes UMTS Modem. Bei MSI und Samsung Netbooks nimmt man den Akku heraus und steckt die Simkarte in den dafür vorgesehenen Einschub.

– man besorgt sich vorher einen Surfstick. Dabei ist zwingend darauf zu achten, dass er Simlockfrei ist! Das bedeutet, dass er nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden ist. Definitiv Simlockfrei sind beispielsweise der Aldi Surfstick oder der O2/Simyo Surfstick. Ältere Surfsticks lassen sich nach zwei Jahren kostenlos freischalten.

– ein internetfähiges Telefon. Auch hier ist zwingend auf das Thema Simlock zu achten. Ich denke dabei besonders an das iPhone von der Telekom. Die Freischaltung nach zwei Jahren ist kostenlos, die vorzeitige Freischaltung ist teuer zu bezahlen.

Simkarten kauft man vor Ort direkt am Flughafen (oft stehen dort Simkartenautomaten), erhält sie manchmal sogar kostenlos von Promotionteams direkt am Ausgang oder kauft sie in einem der unzähligen Handyshops.

Zur Simlockfreischaltung ist noch zu sagen, dass manche Handyshops das auch gegen eine kleine Gebühr anbieten. In Lübeck kostet so etwas ~20 Euro, in London habe ich diese Dienstleistung auch für ~15 Pfund beworben gesehen. Das geht aber nicht mit allen Handymodellen. Beim iPhone ist die Chance um so höher, je älter die Software auf dem Telefon ist.
Zusammenfassend bleibt also zu überlegen, ob lokal begrenztes Internet genügt und sich ggf. zu erkundigen, ob die Unterkunft kostenloses WLAN anbietet. Falls ja, ist das vielleicht das Mittel der Wahl.
Wenn das Hotel kein WLAN anbietet oder wenn man sowieso häufiger im selben Land ist, lohnt sich ein Surfstick und die eigene Simkarte, bzw. der Gebrauch des Smartphones.

Ich werde hier nach und nach Informationen über verschiedene Urlaubsländer zusammenstellen.

Land Nummer 1: Spanien

Ich hoffe, dass ich mit diesen Informationen etwas Licht ins Dunkel bringen konnte. Viel Spaß!

 

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