Vor jedem Trip nach Oslo stellt sich natürlich die Frage der Anreise. Für diejenigen, für die der Weg das Ziel ist, gibt es eigentlich kaum eine Alternative zur unten beschriebenen Anreise mit der Color Line ab Kiel – hier hat man wunderbare Aussichten, braucht sich um Nichts zu kümmern und kann ein wenig Kreuzfahrer-Flair schnuppern. Die Nachteile dieser Anreise sind zum Einen die Dauer (18 bis 20 Stunden pro Überfahrt) und zum Anderen der Preis. Denn die oft beworbenen Sonderangebote Kiel-Oslo-Kiel für 99€ bzw. 149€ gelten nur wenn man am Tag der Ankunft in Oslo gleich wieder zurückfährt und somit nur vier Stunden Aufenthalt in Oslo hat. Wer aber etwas von Oslo sehen möchte und ein oder zwei Übernachtungen in dieser Stadt einplant zahlt allein für die beiden getrennten Überfahrten dann schnell zwischen 200€ und 350€ pro Person.

Günstiger ist da allemal der Flieger – sowohl Lufthansa als auch Norwegian Air bieten Retourflüge von Deutschland nach Oslo für unter 100€ an. Eine weitere Alternative – gerade für Gruppen oder Familien – ist die Anreise mit dem Auto über den dänischen und schwedischen Landweg. Diese Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll und dauert – zumindest ab Hamburg gerechnet – auch nicht länger als die Fährfahrt.

Einmal in Oslo angekommen sollte man sein Fahrzeug dann aber tunlichst stehen lassen und die Stadt entweder zu Fuß oder mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder Fähre erkunden. Wenn man eine Unterkunft im Stadtzentrum hat kann man eigentlich fast alle Sehenswürdigkeiten zwischen Oper, Munch-Museum und Vigelandspark bequem zu Fuß erlaufen, lediglich für die weiter entfernt liegenden Sehenswürdigkeiten wie den Holmenkollen oder die Museumsinsel benötigt man dann den ÖPNV.  Zu den Preisen: Einzeltickets kosten zwischen 24 und 36 NOK (je nachdem ob man am Automaten oder beim Fahrer kauft), Tageskarten kosten 60 NOK, zudem gibt es noch die sogenannten Streifenkarten – hier zahlt man für acht Fahrten 160 NOK.

Ein Problem vor dem man unausweichlich in Oslo steht ist die Frage, wo bekommt man günstig was zu Essen? Wer sich nicht komplett von McDonalds, BurgerKing bzw. deren norwegischen Pendants ernähren möchte und keine 30€ für ein Essen zahlen will, der hat in der Stadt ein echtes Problem. Eine Alternative wären die Markthallen bzw. Marktstände – hier bekommt man manchmal für 10€ ne leckere Suppe oder ein kleines Fischgericht.

Alles in allem muß man aber feststellen: Norwegen im Allgemeinen und Oslo im Besonderen eignen sich nicht für einen „Schnäppchen-Urlaub“.

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