Als ich im letzten Monat einige Freunde fragte ob jemand Interesse hat ein Wochenende in Klötze zu verbringen, schauten mich alle nur irritiert an und fragten "wo liegt das denn?". Und ich muß gestehen, dass ich es selber nicht so genau wußte. Aber hier nun die Erklärung: Das kleine Städtchen Klötze liegt im alten Zonenrandgebiet in Sachsen-Anhalt – nur wenige Kilometer von der Grenze zu Niedersachsen entfernt. Von Hamburg aus kann man recht lange sehr schön an der Elbe entlangfahren bis man dann irgendwann mal einen Schlenker gen Süden macht und zwei weitere Stunden über Landstraßen fährt bis man endlich – kurz nach dem Hinweis auf den ehemaligen Todesstreifen – in Klötze ankommt. Wir haben nach unserer Ankunft nur ganz kurz im Hotel "Braunschweiger Hof" eingescheckt (mehr zum Hotel im eigenen Artikel) und haben uns danach sofort auf den Weg ins Waldbad gemacht um dort einige Runden zu schwimmen und die größte Hitze zu überstehen. Wir Männer mit Badehose und die Frauen mit einem sportlichen Badeanzug. Das Waldbad ist wirklich sehr nett und verfügt über einen Nichtschwimmerbereich mit Kinderrutsche, einen Schwimmerbereich mit Sprungbrett und 25m-Bahn sowie einen Imbiß, der einem (wetterbedingt) heiße Cola verkaufte – was für ne Erfrischung! Nach dem Schwimmbad kehrten wir hungrig und durstig bei einem Asiaten-Imbiß ein, der uns als letzte Kunden noch bediente bevor er dann um 20:00 Uhr den Laden dicht machte. So saßen wir also mit unserem Take-away-Imbiß schlußendlich auf dem Rasen vor einen der wunderschönen Wohnblocks und haben dort gespeist. Am Samstag ging es dann auf den Weg in die Hauptstadt der Region – Salzwedel. Im Gegensatz zu Klötze mit seiner 60m langen Fußgängerzone ist Salzwedel wirklich voll touristisch erschlossen. Salzwedel gilt als Heimatstadt des Baumkuchens und so kann man in jedem zweiten Geschäft in der Innenstadt eben diesen käuflich erwerben. Aber keine Sorge – es gibt auch Eisdielen und Restaurants mit größerer Auswahl..

Am Sonntag klapperten wir nach dem Frühstück noch schnell die Sehenswürdigkeiten Klötzes (eine Windmühle und eine Kirche) ab bevor wir uns auf den Weg zum Freilichtmuseum in Diesdorf machten. Hier kann man wirklich schön erhaltene bzw. nachgebaute Bauern- und Handwerkerhäuser aus der Region besichtigen. Das Freilichtmuseum wurde bereits in den ersten Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet – in den ausliegenden Annalen fehlt komischerweise die Zeit von 1933 bis 1945 komplett! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… Auf dem Rückweg nutzten wir ein kurzes Stück die Autobahn Lüneburg-Hamburg bevor wir uns dann wieder über Aßhausen und Stelle an die Elbe heranpirschten und einige Zeit zwischen Hoopte, Zollenspieker Fährhaus und Geesthacht an diesem wunderschönen Fluß entlangfuhren.

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