Anfang Mai verbrachte ich ein Wochenende in Misdroy auf der Insel Wollin. Die Anreise ist ganz einfach: Man nimmt die Ostseeautobahn A20 bis nach Usedom und von Usedom aus dann eine „Fähre“ (die Überfahrt dauert vier Minuten und ist gratis) nach Wollin. Grenzformalitäten gibt es innerhalb der EU natürlich keine mehr – man merkt halt irgendwann anhand der Verkehrsschilder, dass man nun im polnischen Teil von Usedom ist. Misdroy ist der Haupttouriort auf Wollin und fest in deutscher Hand. Das Hotel (Amber Baltic), das wir gebucht hatten, erwies sich als ein echter Glücksgriff – mehr dazu gesondert!

Wollin ist eine echt lohnenswerte Alternative zu Usedom. Die Landschaft ist natürlich recht ähnlich, aber die vielen Waldgebiete, der wunderschöne saubere Sandstrand und die tollen Steilküsten haben schon was für sich. Ähnlich wie auf Usedom kann man auch auf Wollin Wisentgehege besichtigen und sich auf die Spuren deutschen Größenwahns machen (auch hier gibt es V2-Versuchsgelände etc.). Das „Stadtzentrum“ von Misdroy ist überschaubar und besteht eigentlich nur aus Restaurants, Souvenirshops, Kneipen, Hotels und Sanatorien. Das Servicepersonal spricht fast ausnahmslos deutsch und auch die Bezahlung mit Euro, EC-Cash und den gängigen Kreditkarten ist meist kein Problem.

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