Das letzte Wochenende habe ich mit einer Freundin in Steinfeld – genauer gesagt im Erholungszentrum „Zur Schemder Bergmark“ – verbracht und ich muß gestehen: Es war wirklich sehr schön! Auch wenn ich vor diesem Wochenende stets Steinfeld mit Steinfurt verwechselt habe und nur wußte, dass das Hotel (siehe vorherigen Artikel) irgendwo in der Nähe von Osnabrück ist, so haben wir uns doch am Freitag mit unserem Navi frohgemut auf die A1 von Hamburg gen Osnabrück (inklusive 72 km Baustellen zwischen Hamburg und Bremen) getraut und kamen trotz Ferienzeit in Hamburg und Schleswig-Holstein recht gut durch.

Nachdem wir uns im Hotel schlau gemacht hatten, haben wir den Rest des Tages in der Regionalmetropole Damme verbracht und uns erst einmal die wirklich schöne St.-Viktor-Kirche angeschaut bevor wir zwecks Nahrungsaufnahme beim örtlichen Chinesen ein- und über das dortige Abendbuffett herfielen. Vorab hatten wir uns noch Karten für die 23Uhr Vorstellung im Kino besorgt und waren ein wenig erstaunt als die jugendliche Kassenkraft uns erklärte, dass wir bitte zeitig kommen sollten, da es immer recht voll sei! Ein ausverkauftes Kino um 23:00 Uhr in der Metropole Damme? Wir dachten, das sei ein Scherz! Aber von wegen: Als wir nach dem Essen so gegen 22:30 Uhr im Kino erschienen schafften wir es ganz knapp in den ersten Innenraum zu gelangen – so voll war es! Nach einer guten Dreiviertelstunde Warten – eingeklemmt zwischen lauter fremden Dorfjugendlichen – schoben wir uns mit der Masse Richtung Kinosaal. Nach diesem Horror dann aber die freudige Erkenntnis, dass es sich beim Kino noch um ein klassisches altes Verzehrkino mit Bedienung am Tisch handelte. Naja, irgendwann um kurz vor drei waren wir nach der erneuten Fahrt über die Wald- und Feldwege in unserem Hotel angekommen und fielen todmüde ins Bett.

Am Samstag stand dann Sigtseeing auf dem Programm: Zuerst ging es zur Dersaburg, einer mittelalterlichen Fluchtburg, von der definitiv kein einziger Stein mehr übrig geblieben ist – insofern war die „Besichtigung“ schon sehr interessant..:)) Anschliessend fuhren wir zum Wassersportparadies „Dümmer See“. Nun gut: Segelboote, Fischbrötchen und Tretbootverleih können schon recht aufregend sein – es sei denn man kommt dummerweise von der Küste und findet das ganze im Binnenland eher befremdlich..:) Somit entschieden wir uns dann dafür am frühen Nachmittag in die „Friedensstadt Osnabrück“ zu fahren und ein wenig auf Kultur zu machen. Nach der Besichtigung von Felix-Nussbaum-Haus, Dom und natürlich dem Rathaus des Westfälischen Friedens fuhren wir zurück und verbrachten den Abend in aller Ruhe mit einem Cocktail im Piano-Restaurant unseres Hotels.

Kurz und gut: Es war ein sehr entspanntes Wochenende mit ein paar lustigen Überraschungen in einer wirklich sehr schönen Gegend.

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