und weiter geht s

Dieser Tag begann an sich ganz harmlos jedoch mit einem großen Fehler. 

Früh am morgen brach ich ohne Frühstück auf. Ich wollte unterwegs irgendwo was essen bzw. einfach eine Pause am Wegesrand einlegen. Wasser hatte ich auch noch genug dabei und habe daher keines mehr nachgefüllt (es gab ja am Tag zuvor genügend Wasser am Wegesrand). 

Steinmännchen

Die Steinmännchen habe ich am Wegesrand gesehen und sie wiesen mir auch bisweilen den Weg. Nach ca. 2 h machte ich eine kurze Pause am Wegesrand im Blick immer diese sagenhafte Landschaft. (Am Wegesrand zu sitzen ist nicht wirklich ein Problem da kein Auto vorbeikam und man sehr abseits von jeder Zivilisation läuft)

auf dem Weg Badlands

auf dem Weg in der Ferne Ortschaften (in den Badlands )

Badlands
Der Weg führte vorbei an diesen grobgekiesten Hügeln. Die Ortschaften liegen meist oben auf Hügeln und daher zu Fuß nur über einen großen Umweg zu erreichen. In der Mitte des Tages und meiner Wanderung wird das Wasser langsam knapper. Es kam bis dahin kein einziger Brunnen und in meinem Reiseführer ist auch leider kein einziger Brunnen beschrieben. Das heißt ist teile ab jetzt mein Wasser ein und nehme nur noch kleine Schlucke aus der Flasche. Die Sonne brennt und Schatten gibt es in dieser Kulturlandschaft sehr wenig und sehr selten. Ich schleppe mich quasi von Schatten zu Schatten. Die Mitpilger, die mir auf der Strecke begegnen (es sind immer die selben und in Zahlen 2) haben dasselbe Problem und auch kein Wasser. Keiner hat mit diesem Wassermangel gerechnet. Die Guardia Zivil (örtliche Polizei), die einmal des Weges kommt fragt zwar nach Problemen hat aber leider auch kein Wasser dabei. So bleibt nur eins Wasser sparen. An einem Fluß, den ich queren muss stürz ich mich auf das Wasser und hoffe das es halbwegs sauber ist. Oberflächlich betrachtet ist es das, aber ist es das auch wirklich? 

Nach einer unendlich langen Zeit und einer unendlich langen Strecke rückt endlich das Dorf Artieda in mein Blickfeld. Super ich bin gleich da! Die schlechte Nachricht es liegt leider auch ein wenig erhöht und ich muss mich den Berg hochschleppen. In der Mitte des Anstieges kommt auch endlich ein Brunnen. Ich erfrische mich fülle Wasser in meine Flaschen und ruhe erst mal aus. Klar es sind nur noch wenige Minuten bis zur Herberge und zum Ziel, aber ich lasse mir Zeit. Ich habe ja schließlich Zeit. 

Oben dann angekommen suche ich erstmal die Herberge und die Herbergsleitung auf. Nach kurzem Gespräch (in Socken) kann ich endlich meine Füße hochlegen ! Nach kurzer Zeit kram ich meine anderen Schuhe aus dem Rucksack und erkunde das Dorf. Hübsch! Nett hier! 

Zum Abendessen gibt s ein Pilgermenü und dazu Tafelwein. Danach lass ich die Seele wie die Füße baumeln und geniesse den Ausblick über die Ebene. Das halbe Dorf ist unterwegs und ich bedauer der Sprache nicht mächtig zu sein. (die nächsten Tage werde ich zwar einiges lernen, aber eine Unterhaltung ist auch danach nur sehr schlecht bis gar nicht möglich)  

Artieda

Artieda

Artieda

 in diesem Sinne buen camino

Alexandra  

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