Heute kam im Ersten ein Bericht über die deutsche Sprache und ihre Verenglischung. Es gab viele Argumente sie zu behalten und sie nicht zu versuddeln mit einer anderen Sprache wie zum Beispiel dem Englischen.

Guenter Oettinger wurde dort auch zitiert, der doch wahrhaftig die Meinung vertritt das es in naher Zukunft so sein wird das jeder Facharbeiter (er meinte alle) im Geschäftsleben englisch reden, und die deutsche Sprache eine Sprache sein wird, die man zuhause und nach Feierabend spricht. Aber glaubt er es im Ernst das sich eine Sprache in ihrer Vielfalt erhält wen sie nur nach Feierabend und wochenends gesprochen wird? Fragen sich dann nicht irgendwann die Kinder warum sie den noch diese Sprache lernen müssen die ja scheinbar ihre Muttersprache sei ?

Man sollte sich auch die Marktbewegungen anschauen, besonders im asiatischen Raum. Wird diese Entwicklung etwa heißen das wir in ein paar Jahren/ Jahrzehnten Chinesische Wörter in unserer Sprache wiederfinden, oder gar unsere aufgeben und chinesisch sprechen ?

Ich will damit nicht sagen, dass mich ein paar Wörter stören. Ich denke die Sprachen beeinflussen sich immer gegenseitig und manchmal finden sich in anderen Sprachen auch Begrifflichkeiten wieder, die es in unserer Sprache nicht gibt. Warum also nicht ? Aber ganz mit Haut und Haar ? 

Um auf Oettingers Wunschdenken zurückzukommen wie wird es wohl sein in der Zukunft wenn die Kinder in der Schule Goethe lesen und den Sinn nicht mehr verstehen, der hinter den Wörter steht, weil sie ihre Muttersprache nicht mehr ausreichend beherschen ?

.. er meinte übrigens auch, das Englisch auf jedenfall Standard wird und auch als erstes gelernt werden sollte. In diesem Zusammenhang frag ich mich warum im Moment badische Schulen längs des Rheines dafür kämpfen wählen zu dürfen welche Sprache sie als erstes lernen möchten. Man sollte als Hintergrund wissen das die Schulen längs der französischen Grenze (ich glaub im Umkreis von 15 km Grenzentfernung) Französisch als erste Sprache lernen müssen. Die haben da keine Wahl die müssen ! Warum also diese Worte von einem ba.-wü. Ministerpräsidenten ?

Um auf die Verenglischung nochmal zurückzukommen…

Ich persönlich lese zuweilen Stellenanzeigen und frage mich oft was die Firma wohl wieder mit der englischen Bezeichnung meint. Zumeiste wirkt es auf mich nur lächerlich. Es wirkt oft so als ob alle Welt (zumindest die Firmen) hinter irgendetwas herrennen. Wahrscheinlich weil s "cooler" "hyper" ist oder gerade "in" ist. Auch Werbung als klassisches Beispiel. Bei manchen Plakaten hat sich mir die Werbebotschaft bis heute nicht erschlossen. Manchmal dichte ich mir diese völlig krotesk zusammen (was meistens nicht positiv für das Produkt ist). 

naja schaun wir mal was die Zukunft uns bringt und welche Sprache unsere Enkelkinder reden.